Sportgipfel Tirol: Olympia, Krieg, Nachhaltigkeit
Im Vallugasaal des Arlberghauses in St. Anton am Arlberg wurde zum sechsten Mal der alle zwei Jahre stattfindende "Sportgipfel Tirol" mit vielen interessanten Diskussionen abgehalten. Sports Media Austria war bei dieser Veranstaltung durch Präsident Michael Schuen vertreten, der gleich zwei Auftritte hatte. Zum einen nahm er an einer von ORF-Moderator Lukas Schweighofer geleiteten Podiumsdiskussion zum Thema "Sollen russische Sportler bei den Olympischen Spielen antreten dürfen?" teil, an der neben dem allseits bekannten Russland-.Experten Gerhard Mangott auch Kletter-König Jakob Schubert, die ehemalige deutsche alpine Skirennläuferin Martina Ertl (von links nach rechts - @joe) und Rodel-Legende Markus Prock teilnahmen. Danach war unser Präsident selbst Moderator. Es ging dabei um die Zukunft der Sportberichterstattung, die der "Kleine Zeitung"-Sportchef mit Martin Szerencsi (ORF-Rechte-Experte) und via Videoschaltung mit Christian Klaue (IOC-Medien) sowie Tom Berger (Laola1) diskutierte. Weitere interessante Beiträge waren der Vortrag des norwegischen Starautors Anders Indset (übrigens ein ehemaliger Handballspieler) zu seinem Buch "Der Wikinger-Kodex - Werte schlagen Wettkampf" und das Gespräch mit TV-Reporter Bela Rethy über sein bewegtes Leben. Schließlich bekräftigte Landeshauptmann-Stellvertreter und Tirols Sportreferent Georg Dornauer (SPÖ), dass Tirol auch weiterhin nachhaltige Sport-Großveranstaltungen austragen wird. In seinem Land gab es ja in den letzten Jahren etliche Weltmeisterschaften, etwa im Radsport, Klettern, Biathlon, Nordischen Skisport und zuletzt im Trailrunning und Berglauf.









Donnerstag fand in Wien ein erstes Meeting zur Modernisierung des Ernst Happel-Stadions (@Christian Hofer / fotobyhofer) statt. "Urban Innovation Vienna" hat dazu für den Partizipationsprozess Medien eingeladen, die als Stakeholder Ideen und Anregungen einbringen sollen. Auch wir von Sports Media Austria sind eingebunden, bei der Sitzung vertreten durch Präsident Michael Schuen und Generalsekretär Josef Langer. Die diskutiuerten Themen gingen weit über die (geforderte) Verbesserung der Arbeitsbereiche für die Medien hinaus. Auch über generelle Fragen (z.B. ein Stadion ohne Laufbahn) wurde diskutiert. Festzuhalten ist, dass der Sport bei den Veranstaltungen "im Happel" mit zwei, drei Länderspielen im Jahr klar hinter der Kultur nachhinkt. Konzerte von Musikgruppen und -stars bringen wirtschaftlich weit mehr als die paar Länderspiele. Jetzt werden einmal alle Ideen, Wünsche, Forderungen und Vorschläge gesammelt und gebündelt - dann muss ohnehin die Politik entscheiden, was budgetär machbar ist. Wien soll, unter anderem mit einer modernen Dachkonstruktion, wieder zu einem europäischen Vorzeigestadion werden, aus dem die Berichte unter möglichst optimalen Bedingungen in die Welt hinaus transportiert werden können.




