Seit Monaten dominiert der Wahlkampf die internationalen Sportjournalisten-Vereinigung AIPS - sowohl im Weltverband als auch bei der AIPS Europe (vergleichbar mit FIFA und UEFA) stehen am kommenden Wochenende in Lausanne im Rahmen des 88. AIPS-Kongresses Wahlen an. In der "Welt" buhlen gleich drei Mitglieder der aktuellen Exekutive um die Präsidentschaft. Der Italiener Gianni Merlo, der die AIPS seit 2005 in 21 Jahren als Präsident leitet und trotz seiner bald 79 Jahre noch einmal für vier Jahre kandidiert, bekommt zwei Herausforderer. Zum einen den bisherigen AIPS Asia-Präsidenten Hee Don Jung aus Korea, zum anderen die Ungarin Dr. Zsuzsa Csisztu, die 1988 als Turnerin an den Olympischen Spielen teilgenommen hat. Wer wird das Rennen machen, wer und was setzt sich durch? Die Stabilität und Ideen, für die Merlo bekannt ist, der asiatische Charme oder Frauen-Power - wir werden es bald wissen. In der AIPS Europe matchen sich zwei um die Führung: Der Franzose Marc Ventouillac (bis 2025 Reporter der "L´Equipe") und Erodotos Mitliadous aus Zypern wollen dem aus gesundheitlichen Gründen zurücktretenden Malteser Charles Camenzuli nachfolgen. Hier scheint eine westeuroäische Allianz gegen eine aus dem Südosten und Osten Europas angesiedlete Gruppe zu kämpfen. Auch zwei Vertreter von Sports Media Austria kandidieren als "Member" - SMA-Generalsekretär Josef Langer im Weltverband und SMA-Präsident Michael Schuen in der AIPS Europe. Beide haben in ihren Gremien bisher durchaus Erfolge erzielt und gelten als "Fix-Starter" für die nächsten vier Jahre.
Auch die Ungarin Dr. Zsuzsa CSISZTU, flankiert von IJF-Präsident Marius VIZER (links)
und IAAF-Präsident Sebastian COE, möchte AIPS-Präsidentin werden - @zVg/HSJA

